Sex & Kommunikation: Bedürfnisse im Bett aussprechen – ohne Scham und mit mehr Nähe
- Daniela Bodinoli

- 8. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit

„Sag ihm doch einfach, was du dir wünschst!“ – Leichter gesagt als getan.
Viele Menschen haben Schwierigkeiten, ihre Bedürfnisse in der Sexualität klar zu formulieren. Die Angst, den anderen zu überfordern, zu verletzen oder abgelehnt zu werden, ist gross. Also schweigt man – und hofft, dass der Partner schon von allein merkt, was man braucht.
Doch genau hier entsteht Distanz: unausgesprochene Wünsche bleiben unerfüllt, Frust wächst, Nähe schwindet.
Dabei ist Kommunikation im Bett kein Stimmungskiller – im Gegenteil: Sie ist der Schlüssel für erfüllende Sexualität und echte Intimität.
Warum es so schwer ist, über Sex zu sprechen
Sex ist für viele ein sensibles Thema. Wünsche zu äussern, Bedürfnisse im Bett aussprechen, das kann sich verletzlich anfühlen – fast so, als würde man sich nackt machen, noch bevor man die Kleidung ablegt.
Typische Gründe, warum wir schweigen:
Schamgefühle: „Was, wenn er/sie das seltsam findet?“
Angst vor Zurückweisung: „Vielleicht bin ich nicht normal …“
Alte Glaubenssätze: „Über Sex spricht man nicht.“
Perfektionsdruck: „Ich sollte doch schon wissen, wie es geht.“
Das Schweigen schützt kurzfristig – langfristig aber kostet es Nähe, Lust und Vertrauen.
3 Schritte, wie du entspannt deine Bedürfnisse im Bett aussprechen kannst
1. Den richtigen Moment wählen
Nicht jede Situation ist geeignet, um intime Wünsche anzusprechen. Mitten im Akt ein langes Gespräch zu starten, kann überfordern.
👉 Besser: Sprich in einem ruhigen, entspannten Moment darüber – vielleicht beim Spaziergang, beim Kuscheln auf dem Sofa oder bei einem Glas Wein.
2. Ich-Botschaften statt Vorwürfe
„Du berührst mich nie richtig“ führt sofort in die Verteidigung.
👉 Besser: „Ich wünsche mir, dass du ................ , wenn wir intim sind.“
So bleibt dein Partner offen, weil er keine Schuldzuweisung hört.
3. Wünsche konkret machen
Allgemeine Aussagen wie „Ich will mehr Nähe“ sind oft zu unklar.
👉 Besser: „Ich liebe es, wenn du mir ins Ohr flüsterst“ oder „Mich macht es glücklich, wenn du mir morgens im Bett über den Rücken streichst.“
Je konkreter, desto leichter kann dein Partner reagieren.
Kommunikation macht Lust – nicht kaputt
Viele fürchten, dass zu viel Reden die Spontanität zerstört. Das Gegenteil ist wahr:
👉 Offene Kommunikation schafft Sicherheit.
Und Sicherheit ist die Grundlage, damit Lust entstehen kann.
Wenn du weisst, dass deine Wünsche willkommen sind, kannst du dich entspannen. Und Entspannung ist der Nährboden für Intimität.
Was tun, wenn es blockiert?
Manchmal gelingt es nicht allein. Alte Verletzungen, Tabus oder Unsicherheiten stehen im Weg. Dann kann eine neutrale Begleitung helfen, Brücken zu bauen.
In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder: Sobald Paare oder Singles lernen, über ihre Bedürfnisse zu sprechen, verändert sich alles. Plötzlich entstehen neue Spielräume – und mit ihnen Nähe, Vertrauen und Leidenschaft.
Fazit
Sex & Kommunikation gehören zusammen.
Wenn du deine Bedürfnisse klar aussprichst – mit Ruhe, Respekt und Herz – öffnest du deinem Partner die Tür, dich wirklich zu sehen und zu berühren.
Und wenn es dir schwerfällt, die richtigen Worte zu finden: Du bist nicht allein. Genau hier begleite ich Paare und Singles – auf dem Weg zu einer Sexualität, die erfüllt, statt belastet.
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Deine Daniela
Coach & Mentor für Liebe, Beziehung & Sexualität




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